Morris Brown College, Methodistische historische afroamerikanische Hochschule in Atlanta, Vereinigte Staaten
Morris Brown College ist eine historische Hochschule für Afroamerikaner mit methodistischen Wurzeln im Zentrum von Atlanta, im Stadtteil Vine City. Der Campus umfasst Gebäude aus rotem Backstein und Stein, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet wurden und akademische sowie Verwaltungseinrichtungen beherbergen.
Gegründet 1881 durch die African Methodist Episcopal Church, war die Hochschule die erste vollständig von Afroamerikanern geleitete Bildungseinrichtung in Georgia. Im 20. Jahrhundert wurde sie mehrmals durch Finanzkrisen erschüttert, verlor 2003 ihre Akkreditierung und arbeitet seither am Wiederaufbau ihrer akademischen Programme.
Die Hochschule trägt den Namen von Morris Brown, einem Bischof der African Methodist Episcopal Church und ehemaligen Sklaven aus South Carolina. Sein Erbe verbindet sich mit der Tradition methodistischer Bildungseinrichtungen, die sich der Förderung afroamerikanischer Gemeinschaften verschrieben haben.
Besucher erreichen das Gelände am einfachsten über die MARTA-Station Vine City, die nur wenige Gehminuten entfernt liegt. Der Zugang zu den Gebäuden ist in der Regel an Wochentagen möglich, wobei man sich vorher informieren sollte, da der Betrieb durch den Wiederaufbauprozess eingeschränkt sein kann.
Herndon Stadium auf dem Gelände war Austragungsort der Feldhockey-Turniere während der Olympischen Spiele 1996 und bot damals Platz für rund 15.000 Zuschauer. Die Anlage steht heute weitgehend ungenutzt, zeugt aber noch von der Zeit, als das College eine größere Rolle im sportlichen und gesellschaftlichen Leben der Stadt spielte.
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