Marincello, Naturlandschaft in Marin Headlands, USA.
Marincello ist der Name des Geländes in den Marin Headlands, auf dem eine 2.138 Acres große Planstadt vorgesehen war, die nie gebaut wurde. Die Stätte liegt in einem Küstental mit grünen und braunen Hügeln; eine Gruppe rot gedeckter, weißwandiger Gebäude und ein asphaltierter Parkplatz liegen nahe einem Sandstrand und einer Lagune, dahinter ragt eine felsige Landzunge mit kleiner Insel ins Meer.
1965 genehmigte Marin County Thomas Frouges Plan für Marincello, eine Gemeinde für 20.000 bis 30.000 Menschen in 50 Apartmenttürmen, finanziert mit Gulf Oil. 1967 kam der Bau wegen Rechtsstreitigkeiten über Zonierung und Zufahrten zum Erliegen. Nachdem Gulf Oil 1970 einen wichtigen Prozess verlor, verkaufte das Unternehmen das Land an The Nature Conservancy, die es zwei Jahre später an den National Park Service übergab.
Der Name Marincello stammt vom Bauunternehmer Thomas Frouge, der „Marin“ und „Monticello“ zusammenfügte, den Namen von Thomas Jeffersons Landsitz in Virginia. Die geplante Stadt wurde nie gebaut; der Name lebt nur noch im Marincello Trail weiter, einem Feldweg auf der Trasse des fünfspurigen Boulevards, den 1965 die Bulldozer den Hang hinauf schnitten.
Die Marincello-Route folgt den alten geplanten Straßen und bietet leichte Wandermöglichkeiten mit Blick auf die Küste. Besucher sollten festes Schuhwerk mitbringen und auf wechselhaftes Wetter vorbereitet sein.
Verlassene Toreinfahrten und gepflasterte Straßen im Gelände sind stille Zeugen des gescheiterten Entwicklungsprojekts aus den 1960er Jahren. Diese Überreste zeigen heute deutlich, wie nah die Gegend an einer völligen Umgestaltung stand.
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