Christo's Running Fence, Umweltkunstinstallation in den Bezirken Sonoma und Marin, Kalifornien.
Running Fence war eine temporäre Installation aus weißem Nylongewebe, die 1976 zwei kalifornische Bezirke durchquerte. Das Gewebe hing an Stahlseilen zwischen mehreren tausend Stangen und folgte dem Relief der Hügel bis zur Pazifikküste.
Die Künstler Christo und Jeanne-Claude entwickelten das Projekt ab 1972 und führten Verhandlungen mit Grundbesitzern und Behörden. Nach dem Abbau im September 1976 wurden die Materialien in alle Richtungen verteilt oder gespendet.
Das Werk lag vollständig auf Privatland und konnte von öffentlichen Straßen aus betrachtet werden, was die Diskussion über Kunst im ländlichen Raum neu entfachte. Besucher fuhren damals entlang der Kreuzungspunkte mit Highways und Landstraßen, um die Stoffbahn über Hügel und Täler verlaufen zu sehen.
Die Installation existiert nicht mehr vor Ort, aber Archivmaterial und Fotografien zeigen den Verlauf und das Erscheinungsbild der Stoffbahn. Interessierte können die ehemalige Route in der Gegend nachvollziehen und sich vorstellen, wie das Werk einst die Landschaft durchzog.
Das Projekt finanzierte sich vollständig durch den Verkauf von Vorzeichnungen und Vorstudien der Künstler, ohne externe Sponsoren. Nach dem Abbau verwandelten sich Stoffreste und Pfosten zu begehrten Erinnerungsstücken, die bis heute in privaten Sammlungen aufbewahrt werden.
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