Drawbridge, Geisterstadt in den Vereinigten Staaten
Drawbridge ist eine verlassene Siedlung in der südlichen San Francisco Bay, die auf sumpfigem Gelände mit Pfahlbauten errichtet wurde. Die Stadt erstreckte sich um eine Schmalspurbahn mit Bahngleisen, die direkt durch Häuser und über zwei Brücken führten, die das Dorf mit benachbarten Gebieten verbanden.
Die Stadt wurde 1876 von der South Pacific Coast Railroad gegründet und erlebte ihren Höhepunkt in den 1920er Jahren, als etwa 600 Menschen an Wochenenden kamen. Der Niedergang begann in den 1930er Jahren, als Salzabbauunternehmen Deiche bauten, die Süßwasserquellen austrockneten und die Wasserqualität verschlechterten, was zum Wegzug der Bewohner führte.
Drawbridge war einst ein Treffpunkt für Jäger und Fischer, die mit dem Zug kamen, um die Süßwasserseen und Marschlandschaften zu nutzen. Die Stadt hatte keine Straßen, sondern nur Bahngleise, die durch die Häuser führten und die Eisenbahn zur Lebensader der Gemeinde machten.
Heute ist Drawbridge Teil eines Naturschutzgebiets und darf nicht betreten werden, um die Flora und Fauna zu schützen. Besucher können Teile der Stadt kurz von vorbeifahrenden Zügen aus sehen oder den nahe gelegenen Mallard Slough Trail nutzen, ein flaches Wandergebiet mit etwa 8 Kilometer Rundweg.
Viele Kuriositäten kursieren über Drawbridge, darunter Berichte von Zeitungen über verlassene Schätze und Wertgegenstände, die von Bewohnern hinterlassen wurden. In Wirklichkeit war die Stadt einfach verlassen, doch diese Gerüchte führten zu Vandalismus, bis das Gebiet zum Schutzgebiet erklärt wurde.
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