McNeil Island, Gefängnisinsel in Pierce County, Vereinigte Staaten.
McNeil Island ist eine Insel in der südlichen Puget Sound in Washington, die sich über mehrere Quadratmeilen erstreckt und von Wäldern und Küstenfelsen geprägt ist. Das Gebiet liegt in der Nähe von Anderson Island und Fox Island und war Jahrzehnte lang die Heimat einer großen Haftanstalt.
Das Land wurde 1870 vom Bund erworben und 1875 ein Gefängnis gegründet, das über ein Jahrhundert lang betrieben wurde. 1981 wechselte die Anlage unter staatliche Kontrolle und wurde später geschlossen.
Das McNeil Island ist heute weitgehend geschlossen für die Öffentlichkeit, doch seine Geschichte als Gefängnis prägt das kollektive Gedächtnis der Region. Besucher können die Überreste von Strukturen sehen, die an die Jahrzehnte der Inhaftierung erinnern, und verstehen, wie dieser Ort die Leben vieler Menschen beeinflusst hat.
Der Zugang zur Insel ist stark eingeschränkt und erfordert eine besondere Genehmigung von den Behörden. Eine Fährverbindung vom Dock in Steilacoom bietet begrenzte Fahrten für autorisierte Besucher.
Während des Zweiten Weltkriegs internierte die Anlage über achtzig japanische Amerikaner, die sich dem Militärdienst widersetzten, darunter der Bürgerrechtsaktivist Gordon Hirabayashi. Dieses weniger bekannte Kapitel der Kriegsgeschichte zeigt, wie der Ort mit Fragen von Widerstand und Gerechtigkeit verflochten ist.
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