Estevan Point lighthouse, Historischer Leuchtturm auf der Hesquiat-Halbinsel, Vancouver Island, Kanada.
Das Estevan Point-Leuchtfeuer ist eine weisse achteckige Betonkonstruktion auf der Hesquiat-Halbinsel, die sich 30,5 Meter hoch erhebt und acht verstärkte Strebepfeiler aufweist. Auf der Spitze des Turms sitzt eine rote runde Metalllaterne, die das Orientierungslicht für Schiffe erzeugt.
Das Leuchtfeuer wurde 1910 in Betrieb genommen, nachdem die kanadischen Behorden eine Kette von Navigationshilfen entlang der Kuste von Britisch-Kolumbien aufbauten, um auf Schiffbrüche zu reagieren. Der Standort wurde ausgewählt, weil er eine gefährliche Küstenlinie mit vielen Riffen und Untiefen überwacht.
Das Leuchtfeuer war lange Zeit das einzige Zeichen der menschlichen Präsenz auf dieser abgelegenen Landzunge und bleibt für die Hesquiat First Nation ein wichtiger Teil ihrer Verbindung zur Küste. Die Besucher sehen noch heute, wie das Gebäude in die wilde Landschaft des Pazifiks eingefügt ist.
Der Standort ist nur per Boot oder Helikopter erreichbar, da die abgelegene Halbinsel keine Strassenanbindung hat und von dichtem Wald umgeben ist. Besucher sollten sich auf raue Wetterbedingungen und begrenzte Anlagen vorbereiten, wenn sie diese remote Lokation erreichen.
Während des Zweiten Weltkriegs feuerte ein japanisches U-Boot 1942 etwa 25 Granaten auf das Leuchtfeuer ab, was der erste Anschlag auf kanadisches Territorium seit Jahrzehnten war. Dieses Ereignis zeigt, wie weit die Auswirkungen des Krieges in die abgelegensten Ecken Nordamerikas reichten.
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