Memkumlis, Indigene Siedlung auf der Village Insel, British Columbia, Kanada.
Memkumlis ist eine indigene Siedlung auf der westlichen Seite von Village Island in der Johnstone Strait Region. Die Ortschaft erstreckt sich über mehrere kleine Inseln, die durch Wasser voneinander getrennt und über die Eliot Passage mit benachbarten Gemeinden verbunden sind.
Die Siedlung entstammt einer langen indigenen Besiedlungsgeschichte und erreichte in der frühen 1800er Jahre ihre größte Ausdehnung. Ein starker Bevölkerungsrückgang folgte in den nachfolgenden Jahrzehnten aufgrund verschiedener historischer Umstände.
Der Name Memkumlis stammt aus der indigenen Sprache und bezieht sich auf die Ansammlung kleiner Inseln vor der Strandlinie. Besucher können heute sehen, wie die Siedlung in diese Inselwelt eingebettet ist und wie das Wasser die tägliche Nutzung des Ortes prägt.
Der Ort ist nur über Wasser erreichbar, weshalb Besucher ein Boot benötigen oder sich einer organisierten Tour anschließen müssen. Es ist ratsam, sich an lokale Guides zu wenden oder die Bedingungen des Wasserzugangs vorab zu klären, um einen sicheren Besuch zu planen.
Im Jahr 1921 beschlagnahmten Behörden mehr als 600 zeremonielle Objekte nach einer traditionellen Potlatch-Zeremonie und verhafteten Dutzende von Teilnehmern. Dieses Ereignis markierte einen tragischen Moment in der Unterdrückung indigener Praktiken und bleibt ein wichtiger Teil der lokalen Geschichte.
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