Orpheum, Theater und Musiksaal in der Innenstadt von Vancouver, Kanada
Das Orpheum ist eine Aufführungsstätte in der Innenstadt von Vancouver und seit 1979 ein nationales historisches Denkmal Kanadas, das für seine Akustik bekannt ist. Das Gebäude zeigt Elemente des spanischen Barocks mit einer kuppelgekrönten Halle, deren Sitzreihen sich in geschwungenen Bögen anordnen und in deren Zentrum ein Kristalllüster von der Decke hängt.
Das Theater eröffnete im November 1927 als Vaudeville-Haus mit fast 3.000 Plätzen und wechselte in den 1930er-Jahren unter der Leitung von Famous Players zum Kino. Die Stadt Vancouver erwarb das Gebäude 1974 und renovierte es umfassend, bevor es 1977 als Konzerthalle wiedereröffnet wurde.
Das Orpheum ist nach Orpheus benannt, dem Musiker der griechischen Sage, ein passender Name für ein Varietétheater von 1927. Die Farbgebung des Innenraums in Elfenbein, Moosgrün, Gold und Burgunderrot wählte der US-Designer Tony Heinsbergen, den man fünfzig Jahre später für die Renovierung von 1977 erneut holte. Seit 1979 ist das Gebäude eine National Historic Site of Canada.
Die Halle verfügt über zwei Eingänge an der Smithe Street und der Granville Street, die beide von den SkyTrain-Stationen Granville und Vancouver City Centre aus bequem erreichbar sind. Besucher finden das Gebäude in der Granville Street zwischen Smithe und Robson, umgeben von Geschäften und Restaurants im Unterhaltungsviertel der Stadt.
Das Innere des Orpheum ist in der Neuauflage von Battlestar Galactica von 2004 zu sehen, wo es als himmlisches Opernhaus dient. Das Theater hält zudem den Guinness-Weltrekord für die größte Puppenbühne, aufgestellt bei einer Sesame-Street-Live-Produktion 1997. Der Komponist George Gershwin trat hier 1927 erstmals auf, im Jahr der Eröffnung.
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