Kamloops Indian Residential School, Ehemaliges Indianer-Internat in Kamloops, Kanada.
Die Kamloops Indian Residential School betrieb Internatsräume und Klassenzimmer für indigene Kinder in der Region Thompson Valley. Das zweistöckige Backsteingebäude beherbergte Schlafräume, Speisesäle und administrative Bereiche auf einem größeren Schulgelände am Stadtrand.
Die katholische Kirche eröffnete die Schule 1890 als Teil eines landesweiten Systems zur Zwangsassimilation indigener Kinder. Die Bundesregierung übernahm 1969 die direkte Kontrolle und schloss die Einrichtung 1978 endgültig.
Die Schüler kamen aus verschiedenen indigenen Gemeinden in ganz British Columbia und wurden gezwungen, ihre angestammten Sprachen aufzugeben. Die Zwangstrennung von Familien und kulturellen Wurzeln gehörte zum erklärten Ziel der Einrichtung während ihrer gesamten Betriebszeit.
Der ehemalige Schulstandort bleibt ein sensibler Erinnerungsort ohne öffentlichen Zugang für Besucher. Die Tk'emlúps te Secwépemc First Nation verwaltet das Gebiet und führt fortlaufende Untersuchungen durch.
Bodenradaruntersuchungen im Jahr 2021 entdeckten rund 200 mögliche Grabstellen auf dem Gelände. Diese Entdeckung löste landesweite Aufmerksamkeit für die Suche nach vermissten Kindern an ähnlichen Einrichtungen in ganz Kanada aus.
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