Kelso, Geisterort im San Bernardino County, USA
Kelso ist ein Geisterort in der Mojave-Wüste im San Bernardino County, Kalifornien. Das markanteste Gebäude ist das Kelso Depot, ein Bahnhofsgebäude im spanisch-kolonialen Stil aus dem Jahr 1924, das heute als Besucherzentrum des Mojave National Preserve dient.
Kelso entstand 1904 als Zeltlager für Eisenbahnarbeiter entlang der Strecke der San Pedro, Los Angeles and Salt Lake Railroad. Die Stadt wuchs im Zweiten Weltkrieg stark an, als die nahe gelegene Vulcan Mine Eisenerz für den Schiffbau lieferte, und schrumpfte rasch nach deren Schließung im Jahr 1947.
Das Besucherzentrum im alten Depot ist der beste Ausgangspunkt für eine Erkundung des Geländes; man kann sich dort orientieren und Ausstellungen besichtigen. In den Sommermonaten ist es sehr heiß, deshalb ist es ratsam, ausreichend Wasser mitzunehmen und die Witterung einzuplanen.
Der Name Kelso geht auf eine einfache Ziehung zurück: Zwei Eisenbahnarbeiter und ihr Freund John Kelso legten Zettel in einen Hut, und der Name des Freundes wurde gezogen. Das Depot hatte den Spitznamen "die Stadt ohne Fernsehen", weil es in seiner Blütezeit keinerlei moderne Unterhaltung gab, was die Gemeinschaft trotzdem zusammenhielt.
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