Grafton, ghost town in Washington County, Utah, United States
Grafton ist eine verlassene Siedlung im Washington County im US-Bundesstaat Utah, die heute vor allem aus zwei erhaltenen Gebäuden aus Stein und Holz besteht. Diese Gebäude stehen nebeneinander und umfassen eine Schule sowie eine Kirche, die das Herzstück des ehemaligen Ortes bildeten.
Die Siedlung wurde 1859 von mormonischen Pionieren gegründet, die sich dauerhaft in diesem Tal niederlassen wollten. Wiederkehrende Überschwemmungen des Virgin River machten das Leben dort jedoch immer schwieriger, bis die Bewohner den Ort schließlich aufgaben und flussaufwärts zogen.
Der Name Grafton wurde von englischsprachigen Siedlern mitgebracht und spiegelt ihre Herkunft wider. Die Schule und die Kirche, die noch stehen, zeigen, wie eng Bildung und Glauben im Alltag dieser kleinen Gemeinschaft miteinander verbunden waren.
Die Zufahrt zur Ortschaft erfolgt über unbefestigte Schotterstraßen, weshalb ein Fahrzeug mit stabilen Reifen empfohlen wird. Da es vor Ort keinerlei Einrichtungen gibt, sollte man Wasser und geeignetes Schuhwerk mitbringen und den Besuch bei Tageslicht planen.
Der Film "Butch Cassidy and the Sundance Kid" aus dem Jahr 1969 wurde teilweise in Grafton gedreht, was dem Ort eine gewisse Bekanntheit einbrachte. Trotzdem besuchen nur wenige Menschen diese Stätte, obwohl sie vom Zion-Nationalpark nicht weit entfernt liegt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.