Fort Douglas, Militärfort in Salt Lake City, Vereinigte Staaten.
Fort Douglas ist eine ehemalige Militäranlage östlich von Salt Lake City auf dem heutigen Gelände der University of Utah, wo Kasernen, Offizierswohnungen und ein Museum erhalten sind. Die Gebäude stammen aus verschiedenen Bauphasen und zeigen Architektur aus der Zeit nach dem Bürgerkrieg sowie spätere Erweiterungen bis ins 20. Jahrhundert.
Colonel Patrick Connor gründete 1862 das Camp Douglas mit Freiwilligen aus Kalifornien und Nevada, um Postrouten zu sichern und die Mormonenbevölkerung zu überwachen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Anlage zum Hauptquartier für Reserveeinheiten, bevor sie in den 1960er Jahren an die University of Utah überging.
Der Name geht auf Stephen A. Douglas zurück, einen Senator aus Illinois, der vor dem Bürgerkrieg für die Wahl neuer Territorien bekannt war. Die Anlage liegt heute auf dem Campus der University of Utah und dient als Ort für Gedenkveranstaltungen und militärgeschichtliche Führungen.
Das Museum öffnet dienstags bis samstags und zeigt Waffen, Uniformen sowie Dokumente aus mehreren Kriegen ohne Eintritt. Der Friedhof bleibt ganzjährig zugänglich und liegt ruhig zwischen alten Bäumen in der Nähe der Museumsgebäude.
Ein kleiner Soldatenfriedhof im nordöstlichen Teil beherbergt Gräber deutscher und italienischer Kriegsgefangener, die während des Ersten und Zweiten Weltkriegs verstarben. Die Grabsteine tragen Namen und Herkunftsorte aus Europa, was die Anlage zu einem seltenen Zeugnis internationaler Schicksale auf amerikanischem Boden macht.
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