Ehem. Hammerherrenhaus, sogen. Goldschmiedschlössl, Hammerherrenhaus in Übelbach, Österreich.
Das Goldschmiedschlössl ist ein zweistöckiges, gelbes Gebäude an der nordwestlichen Kante von Übelbach mit 13 Fensterachsen, roten Dachziegeln und grünen Fensterläden. Es umfasst einen tonnengewölbten Flur, Wohnräume, einen Innenhof mit Ställen sowie weitere Nebengebäude in einem historischen Garten.
Das Gebäude wurde 1783 unter Balthasar Schröckenfuchs erbaut und verkörpert den wirtschaftlichen Erfolg der Metallherstellung im Übelbach-Tal während des 18. Jahrhunderts. Diese Gründungszeit fiel zusammen mit einer Phase großer Entwicklung in der regionalen Industrie.
Das Gebäude zeigt die Merkmale der Spätbarock-Architektur des 18. Jahrhunderts, mit verziert gestalteten Fenstern und einer zentralen Säulenvorlage, die den Wohlstand durch Metallgewerbe dokumentiert. Diese Gestaltung spiegelt wider, wie erfolgreiche Handwerker und Unternehmer sich damals durch ihre Häuser dargestellt haben.
Das Anwesen liegt an einer exponierten Stelle am Rand der Ortschaft und ist leicht zu erreichen, während die Außenanlage mit ihren Nebengebäuden einen vollständigen Eindruck des historischen Handwerksguts vermittelt. Die erhaltenen Strukturen ermöglichen es Besuchern, das Layout und die räumliche Organisation eines ehemaligen Produktionsbetriebs nachzuvollziehen.
Eine Kapelle steht der Mansio gegenüber und ist in den gleichen Farben angestrichen wie das Hauptgebäude, mit zwei Sandstein-Heiligenfiguren, die ihre Fassade schmücken. Diese Abstimmung zwischen Sakralbau und Herrenhaus zeigt die Verbundenheit der Familie mit der lokalen Gemeinde.
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