Sexaginta Prista, Archäologische Stätte am Donauufer in Ruse, Bulgarien
Sexaginta Prista ist ein archäologisches Areal in Ruse, Bulgarien, das die Überreste eines römischen Militärforts am Donauufer zeigt. Das Gelände umfasst Steinmauern, militärische Strukturen und die Fundamente eines Apollo gewidmeten Tempels auf erhöhtem Terrain.
Das Fort wurde im ersten Jahrhundert gegründet und diente als Militärposten und Hafenanlage an der Donau. Gotische Überfälle im vierten Jahrhundert verwüsteten die Siedlung und beendeten ihre Rolle als römischer Grenzposten.
Die Votivtafeln und Keramikfragmente, die bei den Ausgrabungen gefunden wurden, zeigen, wie römische Soldaten ihre Götter an diesem entlegenen Grenzposten verehrten. Diese Gegenstände geben einen konkreten Einblick in den Alltag von Menschen, die weit von Rom entfernt stationiert waren.
Das Freilichtmuseum befindet sich in der Uliza Tsar Kaloyan in Ruse und zeigt archäologische Funde sowie Modelle römischer Bauten auf originalem Terrain. Festes Schuhwerk wird empfohlen, da das Gelände uneben ist und die Wege über antike Erdwerke führen.
Ein ehemaliger deutscher Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg wurde in einen Ausstellungsraum umgewandelt und beherbergt religiöse Artefakte aus der antiken römischen Provinz Niedermösien. Der Bunker liegt direkt auf dem antiken Gelände und verbindet so zwei sehr unterschiedliche militärische Epochen an ein und demselben Ort.
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