Universität Laval, Öffentliche Forschungsuniversität in Cité-Universitaire, Kanada
Die Laval University ist eine öffentliche Forschungsuniversität in Cité-Universitaire, die sich über fast 2 km² erstreckt und mehr als 30 Gebäude umfasst, die unterirdisch durch Tunnelsysteme verbunden sind. Das Gelände liegt auf einem leicht erhöhten Plateau mit Blick auf die umliegenden Wohnviertel und bietet Raum für Fakultäten, Wohnheime, Sportanlagen und Forschungslabore.
François de Laval gründete die Einrichtung 1852 als Fortsetzung des Séminaire de Québec von 1663, dem ersten Zentrum für höhere Bildung auf dem nordamerikanischen Kontinent. Die Universität erhielt 1852 ihre Charta und entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte von einer kleinen kirchlichen Schule zu einer modernen Forschungsinstitution.
Der Campus nutzt durchgehend Französisch als Arbeitssprache und bewahrt damit die sprachliche Identität Québecs im akademischen Leben. Studierende aus mehr als 100 Ländern lernen hier zusammen und teilen Bibliotheken, Hörsäle und Gemeinschaftsräume, die das französischsprachige Nordamerika widerspiegeln.
Besucher können sich auf öffentlichen Wegen frei bewegen und die zentrale Bibliothek sowie bestimmte Museumsräume betreten, sofern diese geöffnet sind. Die Tunnel bieten im Winter Schutz vor Kälte und verbinden die wichtigsten Einrichtungen miteinander, ohne dass man nach draußen muss.
Im Jahr 2017 zog die Einrichtung alle Investitionen aus Unternehmen ab, die mit fossilen Brennstoffen arbeiten, und war damit die erste kanadische Universität, die diesen Schritt wagte. Diese Entscheidung wurde von Studierenden und Fakultätsmitgliedern gemeinsam vorangetrieben und gilt heute als Vorbild für andere Hochschulen.
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