Prison de Bordeaux, Provinzgefängnis in Ahuntsic-Cartierville, Montreal, Kanada
Das Gefängnis erstreckt sich über mehrere Gebäude mit einer zentralen Turmstruktur und einem sternförmigen Grundriss an der Adresse 800 Boulevard Gouin West. Die Anlage war konzipiert, um männliche Häftlinge mit Strafen unter zwei Jahren sowie Personen in Untersuchungshaft aufzunehmen.
Die Anlage wurde 1912 eröffnet, um das ältere Gefängnis Pied-du-Courant zu ersetzen und neue Standards für den Strafvollzug in Quebec zu etablieren. Mit diesem Neubau verfolgte die Provinz einen moderneren Ansatz für die Verwaltung von Häftlingen.
Die Kapelle im obersten Geschoss des Zentralturms zeigt religiöse Traditionen, die in Quebecs Strafvollzugsanstalten des frühen 20. Jahrhunderts verankert waren. Dieser Raum spiegelt die Rolle wider, die religiöse Praxis bei der Rehabilitation von Häftlingen spielte.
Das Gefängnis liegt im Stadtteil Ahuntsic-Cartierville in Montreal und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Besuchsmöglichkeiten sind begrenzt und erfordern vorherige Anmeldung durch Familie oder Anwälte.
Zwischen 1912 und 1960 fanden hier Hinrichtungen durch Erhängen statt, einschließlich des Falls von Marguerite Pitre, der letzten in Kanada hingerichteten Frau. Diese Phase endete mit dem Wandel in den kanadischen Rechtspraktiken und der Abschaffung der Todesstrafe.
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