Kollegiumskirche St. Martin, Kirche der Benediktiner der Abtei Muri-Gries in Sarnen im Kanton Obwalden
Die Collegiate Church of St. Martin ist ein Kirchengebäude in Sarnen aus Beton, das zwischen 1964 und 1966 erbaut wurde und eine moderne, reduzierte Architektur mit sauberen Linien zeigt. Das Innere ist hell und offen gestaltet, mit weißen Wänden, hölzernen Bänken, einem zentralen Altar und zwölf kleinen Seitenaltären entlang eines Umgangs, der sich um den Hauptraum erstreckt.
Das Gebäude wurde von dem jungen Zürcher Architekten Ernst Studer entworfen und diente ursprünglich der Benediktiner-Gemeinschaft und Internatsschülern. Die Benediktiner benötigten eine neue Gebetsstätte, da der bisherige Platz zu klein geworden war, und 1966 eröffnete Bischof Johannes Vonderach das fertiggestellte Bauwerk.
Die Kirche ist dem heiligen Martin von Tours gewidmet, einem Heiligen, der für Großzügigkeit und Mitgefühl bekannt ist. Dieses Patrozinium spiegelt die Rolle des Gebäudes als Versammlungsort für Gebet und Gemeinschaftserlebnis wider, wo Gläubige zusammenkommen, um ihre spirituellen Bedürfnisse zu erfüllen.
Das Gebäude liegt an der Brünigstrasse etwa 400 Meter südlich des Ortszentrums von Sarnen und ist leicht zu Fuß erreichbar. Der Zugang ist einfach gestaltet mit einer großen Holztür am Eingang, und rund um das Gebäude gibt es offene Grünflächen, wo Besucher das Äußere aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten können.
Das Gebäude wurde von Le Corbusiers berühmter Kapelle Notre-Dame-du-Haut beeinflusst und zeigt eine ungewöhnliche Anordnung: Benediktiner und Schulstudenten sitzen sich nicht direkt nebeneinander, sondern in Winkeln zueinander, um ein Gefühl der Einheit statt Trennung zu schaffen. Diese Raumanordnung ist eine innovative Lösung, um verschiedene Gruppen in einem gemeinsamen Gebetsraum zusammenzubringen.
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