Hölloch, Höhlensystem in Muotathal, Schweiz.
Die Hölloch-Höhle ist ein Höhlensystem in Muotathal, das sich durch Kalksteinformationen erstreckt und Tiefen von über 1.000 Metern unter dem Tal erreicht. Das Netzwerk besteht aus zahlreichen Gängen und Kammern, die durch unterirdische Flüsse und natürliche Prozesse über Millionen von Jahren geformt wurden.
Die erste wissenschaftliche Erforschung fand 1875 unter Leitung von Alois Ulrich statt, wobei eine systematische Kartierung in den 1950er-Jahren durch Alfred Bögli folgte. Diese frühen Expeditionen legten den Grundstein für das Verständnis dieses unterirdischen Labyrinths.
Der Name Hölloch stammt aus dem Deutschen und bedeutet im Schweizer Dialekt "Höllenloch" oder "rutschiges Loch", was das anspruchsvolle Gelände widerspiegelt.
Besucher können geführte Touren unternehmen, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bieten und je nach Jahreszeit zwischen wenigen Stunden und mehreren Stunden dauern. Festes Schuhwerk und warme Kleidung sind notwendig, da die Höhle das ganze Jahr über kühl bleibt.
Das System war bis 1972 die längste Höhle der Welt und bleibt heute die zweitlengste in Europa mit Hunderten von Kilometern bekannter Passagen. Die Größe macht es zu einem der bedeutendsten unterirdischen Labyrinthe des Kontinents.
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