Dawson, ghost town in Colfax County, New Mexico, United States
Dawson ist eine Geisterstadt in Colfax County, Nordneu-Mexiko, die in einem Berggebiet auf etwa 1.800 Metern Höhe liegt und von Kohleminen geprägt war. Von der einstigen Siedlung mit über 9.000 Einwohnern sind heute nur noch Ruinen und ein Friedhof mit weißen Kreuzen übrig, die die Geschichte der Bergarbeiter und ihrer Familien bewahren.
Der Ort wurde Ende der 1860er Jahre gegründet, als John Barkley Dawson Land kaufte und Kohleabbau begann, was das Wachstum der Siedlung vorantrieb. Nach dem Verkauf an die Phelps Dodge Corporation im Jahr 1906 wuchs die Stadt schnell, wurde aber durch zwei verheerende Grubenunglücke 1913 und 1923 erschüttert, bevor die Minen 1950 endgültig geschlossen wurden.
Der Ort war ein Zentrum für Arbeiter aus verschiedenen Ländern, besonders aus Italien, Griechenland und Mexiko, die sich hier niederließen und eine vielfältige Gemeinschaft bildeten. Die Gräber auf dem Friedhof mit weißen eisernen Kreuzen erzählen von den Leben dieser Menschen und ihrer Familien, die in der Bergbauregion zusammenlebten.
Der Ort ist über eine Schotterstraße von Cimarron erreichbar, indem man die NM-64 nach Osten nimmt und dann auf die Route A38 abbiegt, wobei das Gelände ruhig und einsam wirkt. Die beste Besuchszeit ist tagsüber, da nur das Friedhof und wenige Ruinen sichtbar sind und Besucher zu Fuß die stille Gegend erkunden können.
Dolores Huerta, eine berühmte Arbeitersrechtsaktivistin, wurde 1930 in Dawson geboren und ihre Familie arbeitete in den Minen. Ihr Leben zeigt, dass aus diesem abgelegenen Bergort heraus bedeutende Bewegungen für Gerechtigkeit und Veränderung entstehen konnten.
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