Rulison, 40-kiloton nuclear test project
Rulison ist ein ehemaliger Testplatz für Kernwaffen unter der Erde in Colorado, etwa 8 Meilen südöstlich von Parachute. Der Sprengkopf wurde etwa 2,5 Kilometer tief unter der Erdoberfläche gezündet und erzeugte einen großen unterirdischen Hohlraum, ohne Oberflächenschäden zu verursachen.
Der Test fand 1969 statt und war Teil von Operation Mandrel, einem Programm zur Erkundung friedlicher Nutzungen von Kernwaffen. Das Projekt endete als Fehlschlag, da das freigesetzte Erdgas radioaktiv verseucht war und nicht genutzt werden konnte.
Der Ort trägt den Namen des nahe gelegenen Flussabschnitts und wurde durch das Projekt bekannt. Die Gegend ist von Rancher und Ölarbeitern geprägt, die sich an den Test als Teil ihrer lokalen Industriegeschichte erinnern.
Das Gebiet ist eine beschränkte Zone, in der Bohrungen und Grabungen verboten sind, um mögliche unterirdische Kontamination zu vermeiden. Ein Gedenkstein markiert den genauen Ort und ist über eine Schotterstraße erreichbar, wobei Besucher sich vorher informieren sollten, ob Zugang gewährt wird.
Etwa 270 Familien aus der nahen Stadt Parachute wurden für den Test evakuiert und erlebten Erdbeben und Explosionen aus der Nähe. Diese Massenräumung bleibt eines der seltsamsten Kapitel in der Geschichte der friedlichen Kernenergie-Experimente Amerikas.
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