Rollins Pass, Eisenbahngebirgspass in Colorado, Vereinigte Staaten
Rollins Pass ist ein ehemaliger Eisenbahnübergang in den Rocky Mountains von Colorado, der auf 3.500 Metern Höhe Boulder County mit Grand County verbindet. Der Weg folgt der alten Bahnstrecke durch offene Almwiesen und Geröllfelder, vorbei an verlassenen Bahnhofsgebäuden und verwitterten Holzkonstruktionen.
Die Denver, Boulder and Western Railway eröffnete diese Strecke 1903 als Teil einer Verbindung zwischen Denver und den westlichen Gebieten des Bundesstaates. Der Bahnbetrieb endete 1928, als ein neuer Tunnel durch den James Peak den Schienenverkehr auf eine niedrigere und sicherere Route verlagerte.
Der Name ehrt John Quincy Adams Rollins, einen Pionier und Politiker aus Colorado, der im 19. Jahrhundert die Entwicklung dieser Bergregion vorantrieb. Wanderer finden heute noch Überreste der alten Gleisanlagen und hölzerne Schwellen entlang des Weges, die an die Zeit der Eisenbahn erinnern.
Die Strecke öffnet sich gewöhnlich Anfang Juni, wenn der Schnee schmilzt, und bleibt bis Ende Oktober oder Anfang November zugänglich, abhängig vom ersten Wintereinbruch. Wanderer sollten früh am Morgen starten, da nachmittags Gewitter in dieser Höhenlage häufig sind und die exponierte Lage wenig Schutz bietet.
Archäologische Funde entlang des Passes zeigen ein altes Treibjagdsystem aus der Zeit vor über 10.000 Jahren, das von paläoindianischen Jägern für saisonale Wanderungen genutzt wurde. Diese Steinstrukturen dienten dazu, Wildtiere in bestimmte Bereiche zu lenken, wo sie leichter erlegt werden konnten.
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