Lake Missoula, Prähistorischer Gletschersee in Montana, Vereinigte Staaten
Lake Missoula war ein prähistorischer Gletschersee in Westmontana, der während der letzten Eiszeit gewaltige Ausmaße erreichte. Die Landschaft trägt heute noch sichtbare Spuren dieser Zeit in Form von alten Ufern, die wie Streifen in die Berghänge der umgebenden Gebirgsketten eingegraben sind.
Der See entstand vor etwa 15.000 Jahren, als riesige Eisdämme sich wiederholtes Mal bildeten und zusammenbrachen. Diese Zusammenbrüche setzten Wassermassen frei, die weiter östlich ein intensives Erosionsmuster in die Landschaft gruben.
Amerikanische Ureinwohner errichteten Siedlungen um das ehemalige Seebecken und nutzten die von der Gletscheraktivität hinterlassenen Ressourcen.
Das Gebiet kann von verschiedenen Punkten entlang der Straßen erforscht werden, von wo aus man die alten Uferkanten in den Berghängen sehen kann. Die beste Zeit für einen Besuch ist außerhalb der Wintermonate, wenn die Bergpässe leicht zugänglich sind.
Die Flutgeschichte dieses Sees ist mit der Entstehung einer fernent Region verbunden: Als die Eisdämme brachen, transportierten die Wassermassen Gestein und Sediment so gewaltig, dass sie weitab östlich ein Labyrinth aus ausgewaschenen Schluchten in die Hochebene gruben. Diese Canyonlandschaft ist heute noch als deutliche geologische Narbe in Washington und Idaho sichtbar.
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