Nechako Reservoir, Stausee in Kanada
Der Nechako Reservoir ist ein großer Stausee in Britisch-Kolumbien, der sich über fast 900 Quadratkilometer erstreckt und aus dem Zusammenfluss mehrerer ehemaliger Seen und Flussabschnitte entstanden ist. Die Uferlinien zeigen Wälder, Felsformationen und ruhiges Wasser, während sich der See in verschiedene Buchten und Arme verzweigt.
Der Stausee entstand in den 1950er Jahren, als der Kenney Dam 1952 gebaut wurde, um Wasser für eine Aluminiumschmelze in Kitimat bereitzustellen. Die Flutung zerstörte die Heimat von über 75 Familien und zahlreiche kulturelle Stätten der First Nations, darunter über 130 archäologisch bedeutende Orte.
Der Stausee ist nach dem Nechako River benannt, dessen Name aus den Sprachen der First Nations stammt. Die Gegend ist seit langem mit den Haisla Nation und der Cheslatta Carrier Nation verbunden, deren Geschichten und Traditionen an diesem Wasser eng geknüpft sind.
Der See ist am besten im Sommer zugänglich, wenn Wege und Ufer leicht zu erreichen sind, während Schnee in den Wintermonaten den Zugang erschwert. Besucher sollten warme Kleidung mitbringen, da die Nächte auch in wärmeren Jahreszeiten kühl bleiben und das Wetter schnell umschlagen kann.
Das Reservoir ist mit einem 10 Kilometer langen Tunnel verbunden, der Wasser direkt zur Kemano-Kraftstation an der Küste leitet, wo es zur Stromerzeugung genutzt wird. Diese technische Lösung lenkt den Fluss des Nechako unter der Erde ab und ist ein bemerkenswertes Beispiel der Ingenieurskunst des 20. Jahrhunderts.
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