Église Saint-Antoine-de-Padoue de Prague, Neugotische Kirche in Holešovice, Prag, Tschechische Republik
Die Kirche Sankt Anton von Padua in Holešovice ist ein neugotischer Bau mit zwei markanten Türmen an der Fassade, die an die charakteristische Form der Teyn-Kirche erinnern. Das Gebäude vereint gotische architektonische Elemente in moderner Form und schafft einen visuellen Ankerpunkt im Stadtteil.
Der Bau der Kirche begann 1908 und wurde 1911 abgeschlossen, wobei die Weihe 1914 durch Prager Erzbischof Kardinal Lev Skrbenský stattfand. Diese Zeitspanne zeigt, wie religiöse Bauten in der frühen Moderne auch mit Verzögerungen entstanden, die über die reine Bauzeit hinausgingen.
Die Kirche beherbergt eine tschechische Krippe mit Figuren in traditioneller Chod-Tracht, die den lokalen handwerklichen Kunstsinn widerspiegelt. Diese Darstellung zeigt, wie religiöse Räume auch als Orte für die Bewahrung von Volkstraditionen dienen.
Das Gebäude ist von außen leicht zu erkennen und bietet einen guten Orientierungspunkt im Stadtteil, besonders durch seine charakteristische Turmform. Der Zugang ist für Besucher normalerweise während der Öffnungszeiten möglich, und das Innere zeigt die typische Raumaufteilung einer traditionellen Kirche mit Mittelschiff und Seitenschiffen.
Während des Ersten Weltkriegs wurden fast alle Kirchenglocken eingeschmolzen, um Rüstungsmaterial zu gewinnen, nur eine kleine Sterbeglocke mit etwa 40 Kilogramm blieb erhalten. Diese Geschichte zeigt, wie selbst religiöse Orte von den Folgen des Krieges betroffen waren und zeigt die Spuren dieser Zeit noch heute.
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