Bouda, Artilleriefestungsmuseum in Těchonín, Tschechische Republik.
Das Bouda-Fort ist eine militärische Befestigung aus der Zwischenkriegszeit mit fünf Kampfstrukturen, die über unterirdische Gänge verbunden sind. Diese tunnelartigen Verbindungen durchziehen über zwei Kilometer die Orlické-Berge und schaffen ein verzweigtes unterirdisches Labyrinth.
Die Befestigung wurde zwischen 1936 und 1938 errichtet und diente als Teil der tschechoslowakischen Grenzverteidigung gegen mögliche Aggression. Nach der Besatzung 1938 verlor sie ihre strategische Bedeutung und blieb in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten.
Die Anlage ist in der Landeskultur fest verankert und zeigt, wie Tschechien sich in der Zwischenkriegszeit schützen wollte. Das Zusammenspiel von Beton und Berg macht deutlich, wie Ingenieure damals die Natur nutzten, um ein ganzes Verteidigungssystem zu schaffen.
Besucher erkunden das Fort bei geführten Rundgängen, die etwa eine Stunde dauern und durch die Tunnelsysteme führen. Die Temperatur unter der Erde liegt konstant bei etwa 5 Grad Celsius, daher ist wärmere Kleidung empfohlen.
Der K-S 22a Krok Zugangsschacht ist die einzige erhaltene Eingangskonstruktion dieses speziellen Typs in der Tschechischen Republik. Diese charakteristische Betonstruktur zeigt, wie Ingenieure Zugänge so gestalteten, dass sie vor feindlichem Feuer geschützt waren.
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