Bouda, Artilleriefestungsmuseum in Těchonín, Tschechische Republik.
Das Bouda-Fort ist eine militärische Befestigung aus der Zwischenkriegszeit mit fünf Kampfstrukturen, die über unterirdische Gänge verbunden sind. Diese tunnelartigen Verbindungen durchziehen über zwei Kilometer die Orlické-Berge und schaffen ein verzweigtes unterirdisches Labyrinth.
Die Erkundung des Geländes begann im September 1934, und der Entwurf wurde im Winter 1935/36 von Hauptmann Vladimír Resner unter Mitarbeit von Leutnant Karel Hrubec erstellt. Die Prager Firma Zdenko Kruliš begann am 1. Oktober 1936 mit dem Bau, der 20 Monate dauern sollte. Die Festung wurde nie fertiggestellt: Der Artillerieturm wurde nie eingebaut, und nach dem Münchner Abkommen wurde das Grenzgebiet 1938 abgetreten. Während der Besatzung wurden die Panzerglocken und -kuppeln herausgerissen; 2021 wurde das Eingangsobjekt in den Zustand von 1938 versetzt.
Die Festung ist nach dem Hügel Bouda benannt, und ihre fünf Kampfobjekte tragen Namen aus der tschechischen Sage: Kazi, Horymír, Krok, Teta und Libuše. Seit 1995 ist die Anlage ein nationales Kulturdenkmal und liegt am Lehrpfad „Betonne Grenze“. Führungen durch das Museum dauern etwa eine Stunde.
Besucher erkunden das Fort bei geführten Rundgängen, die etwa eine Stunde dauern und durch die Tunnelsysteme führen. Die Temperatur unter der Erde liegt konstant bei etwa 5 Grad Celsius, daher ist wärmere Kleidung empfohlen.
Der K-S 22a Krok Zugangsschacht ist die einzige erhaltene Eingangskonstruktion dieses speziellen Typs in der Tschechischen Republik. Diese charakteristische Betonstruktur zeigt, wie Ingenieure Zugänge so gestalteten, dass sie vor feindlichem Feuer geschützt waren.
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