Braye du Valle, Historische Wasserstraße in Vale, Guernsey.
Braye du Valle war ein natürlicher Gezeitenkanal auf der Insel Guernsey, der einst die nördliche Halbinsel Vale vom Rest der Insel trennte und von Grand Havre bis zum Hafen von St Sampson reichte. Heute ist das Vale Pond das einzige verbliebene Gewässer aus diesem ehemaligen Kanal und liegt eingebettet in ein ruhiges Naturschutzgebiet.
Der Kanal trennte den nördlichen Teil von Guernsey seit Jahrhunderten vom Rest der Insel und machte Vale zeitweise zu einer eigenständigen Insel bei Flut. Im Jahr 1806 ordnete Gouverneur Sir John Doyle die Trockenlegung des Kanals an, um die militärischen Verteidigungsanlagen während der Napoleonischen Kriege zu stärken.
Die drei Brücken Pont Allaire, Pont Colliche und Grand Pont waren früher die einzigen Verbindungspunkte zwischen den Siedlungen auf beiden Seiten des Kanals. Heute erinnern die Namen dieser Orte an die Zeit, als das Wasser noch das Land in zwei Teile trennte.
Das Vale Pond und die umliegenden Wege lassen sich gut zu Fuß erkunden, und das Gelände ist weitgehend eben und zugänglich. Ein Besuch bei trockenem Wetter ist am angenehmsten, da die Pfade rund um das Wasser bei Regen schlammig werden können.
Wegen der extremen Gezeiten auf Guernsey von rund 10 Metern war es bei Niedrigwasser möglich, den Kanal zu Fuß zu überqueren, ohne nasse Füße zu bekommen. Das bedeutete, dass Vale nicht immer vom Wasser abgeschnitten war und die Menschen den Kanal je nach Gezeiten auf unterschiedliche Weise nutzten.
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