Guernsey, Kanalinsel im Ärmelkanal, Vereinigtes Königreich.
Guernsey ist eine Kanalinsel im Ärmelkanal zwischen England und Frankreich, etwa 43 Kilometer westlich der Normandie gelegen. Die Insel misst rund 62 Quadratkilometer und zeigt Küstenklippen, Sandstrände und grüne Hügellandschaften im Inland.
Die Insel blieb nach 1204 bei der englischen Krone, als das Festland der Normandie verloren ging, wodurch eine besondere politische Stellung entstand. Während des Zweiten Weltkriegs besetzte Deutschland das Territorium, das als einziger Teil der Britischen Inseln unter direkter deutscher Kontrolle stand.
Lokale Märkte und Geschäfte verkaufen Waren mit Preisen in britischen Pfund, während Straßenschilder und offizielle Dokumente oft französische Namen tragen. Die Einwohner sprechen hauptsächlich Englisch im Alltag, verwenden aber beim Kochen und in traditionellen Liedern noch Wörter aus dem normannischen Dialekt.
Die Regierung verwaltet innere Angelegenheiten selbstständig, obwohl die britische Krone für Verteidigung und internationale Beziehungen verantwortlich bleibt. Besucher benötigen einen Reisepass oder Personalausweis, auch wenn sie aus Großbritannien anreisen, da das Gebiet außerhalb des Vereinigten Königreichs liegt.
Eine auf der Insel entwickelte Rinderrasse produziert Milch mit natürlich goldener Farbe durch hohen Betacarotingehalt. Die Tiere dürfen nicht exportiert werden, um die genetische Reinheit der Herde zu bewahren, was sie zum einzigen Ort weltweit macht, an dem man die Zucht beobachten kann.
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