Guinea-Bissau, Land in Westafrika.
Guinea-Bissau ist ein westafrikanischer Staat an der Atlantikküste zwischen Senegal und Guinea mit ausgedehnten Mangrovenwäldern und zahlreichen vorgelagerten Inseln. Das Gebiet umfasst flache Küstenebenen, die langsam in niedrige Plateaus übergehen, während das Klima durch eine ausgeprägte Regen- und Trockenzeit geprägt wird.
Portugiesische Händler errichteten ab dem 15. Jahrhundert Handelsstützpunkte entlang der Küste und kontrollierten das Gebiet bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Nach einem bewaffneten Befreiungskampf, der 1963 begann, wurde die Unabhängigkeit 1973 erklärt und nach der Nelkenrevolution in Portugal international anerkannt.
Das Land prägt eine Gesellschaft mit über 20 ethnischen Gemeinschaften, deren traditionelle Organisationsformen und religiöse Praktiken das tägliche Leben strukturieren. Lokale Märkte dienen als zentrale Treffpunkte für Handel und sozialen Austausch. Musik- und Tanzformen, besonders Gumbe, reflektieren die kulturelle Vielfalt und historischen Erfahrungen der Bevölkerung. Familiäre Bindungen und kollektive Entscheidungsfindung bleiben wichtige gesellschaftliche Grundpfeiler.
Die Hauptstadt Bissau verfügt über den internationalen Flughafen und dient als Ankunftspunkt für die meisten Reisenden. Die Trockenzeit von November bis Mai bietet angenehmere Reisebedingungen als die Regenzeit, in der viele ländliche Straßen schwer befahrbar werden.
Das Bijagos-Archipel mit 88 Inseln beherbergt matrilineare Gesellschaften, in denen Frauen traditionell über Landnutzung und Ressourcenverwaltung entscheiden. Einige dieser Inseln bleiben für Außenstehende schwer zugänglich und bewahren dadurch eigene Initiationsriten und animistische Praktiken, die sich von den Traditionen des Festlands unterscheiden.
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