Tai O, Fischerdorf mit Pfahlhäusern auf der Insel Lantau, Hongkong
Tai O ist eine Siedlung an der Westküste von Lantau mit traditionellen Holzhäusern auf Stelzen, die sich über einem Netzwerk von Kanälen erheben. Die Häuser sind dicht beieinander gebaut, und Boote dienen vielen Bewohnern als tägliches Transportmittel durch die engen Wasserwege.
Die Siedlung entstand Anfang des 19. Jahrhunderts als Fischergemeinde und entwickelte sich später zur Zentrum der Salzproduktion. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Teile davon modern ausgebaut, während die ursprüngliche Struktur in anderen Bereichen erhalten blieb.
Der Ort wird von Menschen geprägt, die ihre Verbindung zum Wasser durch tägliche Praktiken bewahren, etwa beim Trocknen von Fisch auf Dächern oder beim Reparieren von Booten in den engen Gassen. Diese alltäglichen Arbeiten zeigen, wie eng die Gemeinschaft mit ihrem Lebensraum verflochten ist.
Der Ort ist mit öffentlichen Bussen erreichbar, und Wochentage sind weniger überlaufen als Wochenenden. Es empfiehlt sich, bequeme Schuhe zu tragen, da die Wege über Holzbrücken und Stege führen, die bei feuchtem Wetter rutschig werden können.
Die Bewohner stellen hier nach überlieferten Verfahren Shrimpspaste her, ein Produkt, das in der ganzen Region in der Küche verwendet wird. Diese handwerkliche Produktion ist schwer zu finden und gehört zu den seltenen Beispielen, wo alte Techniken noch im Alltag lebendig sind.
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