Nordmolukken, Provinz im Nordosten Indonesiens.
Nordmolukken ist eine Provinz im nordöstlichen Indonesien, die sich über zahlreiche Inseln im Molukkenmeer erstreckt, wobei Halmahera die größte davon bildet. Dichte Regenwälder bedecken die Berghänge, während kleinere Atolle und vulkanische Küsten das Bild dieser zerklüfteten Inselwelt ergänzen.
Vier islamische Sultanate herrschten hier vom 13. Jahrhundert an und kontrollierten den Gewürzhandel mit Nelken und Muskat, was europäische Kolonialmächte anzog. Die Niederländer etablierten ihre Kontrolle ab dem 17. Jahrhundert und veränderten die politische Struktur der Region grundlegend.
Die Bevölkerung spricht verschiedene lokale Sprachen, wobei einige Gemeinden noch traditionelle Bootsbauweisen pflegen, die seit Generationen weitergegeben werden. In vielen Dörfern sieht man noch Pfahlbauten aus Holz, die über dem Wasser errichtet sind und das Leben in dieser Region prägen.
Fährverbindungen verbinden die bewohnten Inseln miteinander, wobei Ternate als zentraler Knotenpunkt für Reisen innerhalb der Provinz dient. Wer mehrere Inseln besuchen möchte, sollte ausreichend Zeit einplanen, da Überfahrten je nach Wetter mehrere Stunden dauern können.
Einige der tiefsten Meeresgewässer Indonesiens liegen hier zwischen den Inseln, während gleichzeitig noch heute aktive Vulkankegel aus dem Wasser ragen. An manchen Küstenabschnitten kann man schwarzen Sand aus vulkanischem Gestein finden, der sich deutlich von den hellen Korallenstränden anderer Inseln unterscheidet.
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