Kelimutu National Park, Nationalpark in Ost-Nusa Tenggara, Indonesien
Der Kelimutu-Nationalpark ist ein Vulkanschutzgebiet auf der Insel Flores in der indonesischen Provinz Ost-Nusa-Tenggara. Am Gipfel des Vulkans liegen drei Kraterseen nebeneinander, deren Wasser je nach Mineralgehalt und chemischen Prozessen unterschiedliche Farben annehmen kann.
Das Gebiet wurde erstmals 1930 durch einen Erlass des Residenten von Timor ausgewiesen und 1932 vermessen, wobei die dreifarbigen Seen bereits einbezogen waren. 1982 erklärte der Gouverneur von Ost-Nusa Tenggara den Sokoria-Wald zum Erholungspark, und 1992 wandelte der Forstminister die 5.000 Hektar große Reserve in den Kelimutu-Nationalpark um. Ein Erlass von 1997 legte die endgültige Fläche auf 5.356,5 Hektar fest.
Die lokalen Gemeinschaften auf Flores glauben, dass die drei Kraterseen die Ruhestätte der Seelen Verstorbener sind. Jeder See gehört nach dieser Überzeugung zu einer anderen Gruppe von Menschen, je nach ihrem Leben und ihrem Alter zum Zeitpunkt des Todes.
Der Aufstieg zum Gipfel ist am frühen Morgen am lohnendsten, da die Sicht bei Sonnenaufgang in der Regel am besten ist und sich danach oft Nebel bildet. Das Wetter auf dem Vulkan kann sich schnell ändern, daher sind feste Schuhe und eine winddichte Jacke empfehlenswert.
Obwohl alle drei Seen denselben Vulkan teilen, können sie zur gleichen Zeit drei völlig verschiedene Farben zeigen. Diese Farben entstehen nicht durch Algen, sondern durch chemische Reaktionen zwischen dem Wasser und den vulkanischen Gasen, die aus dem Boden aufsteigen.
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