Haut de la Garenne, Waisenhaus und archäologische Stätte in Saint Martin, Jersey
Haut de la Garenne ist eine Anlage aus mehreren Gebäuden auf einer Anhöhe über der Ostküste von Jersey, die aus Steinmauern und verschiedenen Flügeln besteht. Die Architektur stammt aus dem 19. Jahrhundert und zeigt die typischen Merkmale öffentlicher Einrichtungen jener Zeit mit hohen Fenstern und schmucklosen Fassaden.
Die Einrichtung entstand im 19. Jahrhundert als Heim für Waisenkinder und wurde später zu einer Arbeitsschule umfunktioniert. Forensische Untersuchungen, die im Jahr 2007 begannen, brachten Beweise für jahrzehntelange Misshandlungen von Kindern ans Licht.
Die Stätte spiegelt die Entwicklung des Sozialsystems von Jersey wider, einschließlich der Kriegsbesatzung und institutioneller Nachkriegsveränderungen.
Archäologische Arbeiten vor Ort erfordern eine vorherige Anmeldung bei lokalen Kulturvereinen, wobei geführte Besichtigungen zwischen März und Oktober angeboten werden. Die Lage auf einer Anhöhe bedeutet, dass Besucher einen Fußweg vom Parkplatz einplanen sollten.
Die Ausgrabungen im Jahr 2008 erforderten das Durchsieben von mehr als 150 Tonnen Erde und förderten zahlreiche Gegenstände zutage, darunter Milchzähne von Kindern im Alter zwischen 6 und 12 Jahren. Forensische Teams arbeiteten monatelang, um jedes Fragment sorgfältig zu dokumentieren und zu analysieren.
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