Neutrale Zone, Verwaltungsgebiet zwischen Kuwait und Saudi-Arabien.
Die Saudi-Kuwaiti Neutral Zone ist ein Gebiet in der arabischen Wüste, das zwischen Kuwait und Saudi-Arabien liegt und von beiden Ländern gemeinsam verwaltet wird. Das Territorium erstreckt sich über trockene Wüstenlandschaften, in denen Ölförderungsanlagen unter gemeinsamen Verwaltungsabkommen betrieben werden.
Das Gebiet entstand durch die Uqair-Konvention im Dezember 1922, die eine gemeinsame Verwaltungsregion zwischen Saudi-Arabien und Kuwait etablierte. Ein Teilungsabkommen von 1965 dividierte das Territorium auf, während die Rechte zur gemeinsamen Ressourcennutzung erhalten blieben.
Die Zone erlaubte es lokalen Beduinenstämmen aus beiden Ländern, ihre traditionellen Wanderungen über die Wüstenländereien ohne Grenzeinschränkungen fortzusetzen. Für die Nomaden bedeutete dieser Status eine seltene Form der grenzenlosen Bewegungsfreiheit in einer sonst stark kontrollierten Region.
Die Zone ist eine unbewohnte Wüstenregion, die vorwiegend aufgrund ihrer Ölressourcen von Interesse ist und nicht für Tourismus zugänglich ist. Der Zugang ist streng kontrolliert und erfordert spezielle Genehmigungen von den zuständigen Behörden beider Länder.
Die Partition von 1965 schuf eine ungewöhnliche internationale Regelung, bei der beide Länder ihre Souveränität über geteilte Gebiete behielten. Diese doppelte Kontrolle ermöglichte es beiden Nationen, gleichzeitig Ölressourcen zu nutzen und das Land als eigenständige Verwaltungseinheiten zu regieren.
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