Schneeberg, Bergmassiv in Niederösterreich, Österreich
Der Schneeberg ist ein Bergmassiv in Niederösterreich mit einer Höhe von 2.076 Metern und steilen Kalksteinhängen auf drei Seiten. Das Gebirge erstreckt sich über mehrere Gemeinden und bietet eine komplexe Struktur aus Gipfeln und Tälern.
Seit 1873 versorgt das verkarstete Hochplateau des Schneebergs Wien über die 120 km lange I. Wiener Hochquellenwasserleitung mit Trinkwasser. Seit 1935 gehören die Grundstücke auf dem Massiv bis auf wenige Ausnahmen wie die Trasse der Schneebergbahn und das Berghaus Hochschneeberg der Stadt Wien. 2003 wurden Wasser- und Abwasserleitungen bis zur Bergstation verlegt, 2009 wurden Damböckhaus und Fischerhütte angeschlossen.
Die 1897 eröffnete Schneebergbahn, eine Zahnradbahn, bringt Besucher mit dem Dieseltriebwagen „Salamander“ in 40 Minuten zum Bergbahnhof Hochschneeberg auf 1800 m; am Wochenende und an Feiertagen fährt zusätzlich ein dampfbetriebener Nostalgiezug. Alle Züge halten an der Mittelstation Baumgartner, deren Gastronomie für ihre Schneebergbuchteln bekannt ist. Auf dem Hochplateau liegen mehrere Berghütten, darunter das Damböckhaus und die Fischerhütte, und unweit der Bergstation steht die Elisabethkirche.
Eine Zahnradbahn führt bis zu einer Station auf 1.800 Metern, von wo aus verschiedene Wanderwege in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden beginnen. Die Wege sind gut gepflegt und eignen sich sowohl für erfahrene Wanderer als auch für Anfänger.
Der Schneeberg ist der östlichste und nördlichste Alpengipfel über 2.000 m; seine Dominanz von knapp 50 km wird in Österreich nur vom Großglockner übertroffen. An klaren Tagen ist er aus Wien (65 km), aus Bratislava und sogar vom Babí Lom über Brno in 180 km Entfernung zu sehen.
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