Burgruine Griffen, Mittelalterliche Burgruine in Griffen, Österreich.
Die Burgruine Griffen ist eine Burgruine auf dem 130 m hohen Kalksteinberg Griffner Schlossberg über Griffen in Kärnten. Die umbaute Grundfläche betrug etwa 4000 m². 1659 zerstörte ein Blitzeinschlag einen der Türme, und um 1840 wurden die maroden Dächer eingerissen. Ein Wanderweg führt jetzt den Schlossberg hinauf zur Ruine.
Ein Bischof aus Bamberg ließ die Burg zwischen 1124 und 1146 erbauen und ein Kaiser dokumentierte sie später als bedeutendes Bauwerk. Über die Jahrhunderte wurde die Anlage mehrfach umgebaut und erweitert, um den wechselnden Anforderungen gerecht zu werden.
Der Name Grivena erscheint in einer Urkunde Kaiser Friedrichs I. von 1160, und der slowenische Name Grad Grebinj wird für den Ort noch verwendet. Bis 1425 gehörte zur Burg die Blutgerichtsbarkeit, also das Recht, über Kapitalverbrechen der Umgebung zu richten. Ein Wanderweg führt heute den Schlossberg hinauf zur Ruine.
Die Ruinen sind über eine steile Treppe erreichbar, die in der Nähe der Kirche in Griffen beginnt und Parkplätze stehen am Fuße des Berges zur Verfügung. Der Aufstieg ist anspruchsvoll und erfordert gutes Schuhwerk sowie etwas körperliche Anstrengung.
Unterhalb der Ruinen verbirgt sich eine Tropfsteinhöhle von etwa 485 Meter Länge, die zufällig im Zweiten Weltkrieg entdeckt und später für Besucher geöffnet wurde. Heute können Wanderer beide Attraktionen an einem Ort erkunden und erhalten so einen doppelten Einblick in die Geologie und Geschichte der Region.
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