Landeszeughaus, Militärmuseum in Innere Stadt, Graz, Österreich
Das Steirische Zeughaus ist ein Museum im Innerstädter Viertel von Graz, Österreich, das auf vier Stockwerken Waffen, Rüstungen und Kampfausrüstung aus dem Mittelalter bis in die frühe Neuzeit zeigt. Das Gebäude selbst ist ein langes, schmales Stadthaus mit einer schlichten Fassade, das von innen mit dicht gepackten Exponaten an den Wänden und auf den Böden gefüllt ist.
Das Gebäude wurde zwischen 1642 und 1644 errichtet, um als Waffendepot für die Verteidigung der südöstlichen Grenze des Habsburgerreiches zu dienen. Die Sammlung blieb in den folgenden Jahrhunderten weitgehend erhalten, obwohl die Region viele politische und militärische Umbrüche erlebte.
Die Sammlung des Steirischen Zeughauses zeigt Rüstungen und Waffen, die in Werkstätten aus Graz, Nürnberg und Augsburg hergestellt wurden, was die Handwerkskunst der Region widerspiegelt. Wer die Ausstellungsräume durchgeht, bekommt einen Eindruck davon, wie das Handwerk der Waffenschmiede das Leben in dieser Region über Generationen hinweg geprägt hat.
Die vier Stockwerke des Museums sind nacheinander zu besichtigen, wobei jede Etage einen anderen Zeitraum und andere Objekttypen zeigt. Es lohnt sich, genügend Zeit einzuplanen, da allein die schiere Anzahl der ausgestellten Stücke einen längeren Aufenthalt erfordert.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die gesamte Sammlung vorsorglich in drei abgelegene Schlösser in der Steiermark ausgelagert. Nach Kriegsende kehrte jedes einzelne Stück unversehrt an seinen ursprünglichen Platz zurück.
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