Burg Rappottenstein, Mittelalterliche Burg und Museum im Waldviertel, Österreich.
Die Burg Rappottenstein ist eine Höhenburg, die auf und um einen großen grauen Felsrücken errichtet wurde. Der Hauptbau ist ein heller rechteckiger Bau mit grauem Satteldach, aus dem ein hoher quadratischer Turm aufsteigt, dessen Basis in den Fels übergeht. Links stehen niedrigere Gebäude mit dunkelgrauen Dächern und ein kleiner Turm mit Kegeldach; vor dem Felsen bilden ein langer niedriger Bau mit steilem dunklem Dach und ein runder Eckturm mit Kegeldach eine untere Terrasse.
Die Burg wurde um 1150 errichtet und diente lange als Schutzpunkt an einer alten Handelsstraße zwischen der Donau und Böhmen. Im Lauf der Jahrhunderte prägte sie die Verteidigung dieser strategisch wichtigen Region.
Die Burgkapelle wurde 1379 geweiht; ihre Mauern sind drei Meter dick und tragen zwölf Weihkreuze. Die Gewölberippen ruhen auf Konsolen, der Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert wurde 1947 restauriert. Den Innenhof begrenzen Renaissancearkaden, die Knappenhalle und die Knappenküche.
Besucher können das Innere nur bei geführten Touren besichtigen, die verschiedene Bereiche einschließlich der mittelalterlichen Verliese zeigen. Die Führungen sind eine gute Möglichkeit, um die Geschichte und Struktur der Burg kennenzulernen.
Die Burg wurde nie eingenommen: Aufständische Bauern belagerten sie 1597, schwedische Truppen 1645, beide vergeblich. Die zwei Türme beim Eingangstor weisen als Rarität einen doppelten Wehrerker auf, und die meisten Tore waren einst durch Zugbrücken gesichert.
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