Kollegiatstift, später Benediktinerkloster St. Maria, Lambach, Österreich, Benediktinerkloster in Lambach, Österreich
Stift Lambach ist ein Benediktinerkloster an der Traun in Oberösterreich, das Bischof Adalbero von Würzburg 1056 gründete. Die langen gelben Trakte mit braunem Satteldach gruppieren sich um eine Kirche, deren Turm eine grüne Zwiebelkuppel, eine Uhr mit römischen Ziffern und einen Balkon über dem steinernen Eingangsbogen trägt. Die Stiftskirche, von 1652 bis 1656 nach einem Entwurf von Filiberto Lucchese neu errichtet, bewahrt romanische Fresken im ehemaligen Westchor.
Graf Arnold II. von Lambach-Wels gründete 1040 an diesem Ort ein Kloster, das sein Sohn Bischof Adalbero 1056 in ein benediktinisches Stift umwandelte. Diese Umgestaltung legte den Grundstein für die kirchliche und kulturelle Bedeutung, die es über Jahrhunderte hinweg behielt.
Das barocke Stiftstheater, 1770 unter Abt Amandus Schickmayr neu eingerichtet, ist der älteste bespielbare Theaterraum Österreichs. Marie-Antoinette besuchte 1770 eine Aufführung und verbrachte die dritte Nacht ihrer Brautfahrt von Wien nach Versailles im Stift. Seit 1983 führt das Barocktheater Lambach jährlich drei bis vier Produktionen sowie Lesungen und Konzerte auf.
Das Kloster kann von Ostern bis Ende Oktober während der angebotenen Führungen besucht werden, wobei tägliche Touren es ermöglichen, die verschiedenen Räume und Kunstwerke zu erkunden. Es ist ratsam, im Voraus zu prüfen, ob an einem bestimmten Tag eine Führung verfügbar ist, da die Zeiten variieren können.
Adolf Hitler lebte 1897/98 in Lambach und besuchte die Klosterschule, wo er das Hakenkreuz in Stein- und Holzarbeiten des Gebäudes sah; später verwendete er es als Symbol der NSDAP. Die ehemalige Klosterschenke, heute Apotheke, trägt eine Barockfassade.
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