Burg Falkenstein, Mittelalterliche Burgruine im Weinviertel, Niederösterreich.
Die Burg Falkenstein ist eine Burgruine auf einer Kalkklippe auf 415 Metern im nördlichen Weinviertel. Der älteste Teil, eine lange Mauer aus hellem Grau und Beige mit rechteckigen Öffnungen, verläuft im unteren Abschnitt; oben rechts steht ein zylindrischer Turm mit Flachdach und einer rot-weißen Fahne. Oben links erheben sich zackige Mauerreste mit quadratischen Fenstern, und rechts hoch oben überragen zwei aneinandergebaute quadratische Türme, der höhere mit dünner Spitze, einen unregelmäßigen Hof mit niedrigen Gebäuden.
Die Burg wurde um 1050 gegründet, um als Grenzbefestigung für das Heilige Römische Reich zu dienen und die Gebiete weiter östlich zu überwachen. In späteren Jahrhunderten wurde die Anlage mehrfach umgebaut und angepasst, bis sie schließlich ihre militärische Rolle verlor und verfiel.
Im Juni 2011 wurde im historischen Gewölbe der Burgruine ein Museum namens Täufergwölb eröffnet, das an die 150 im Jahr 1539 hier gefangenen Täufer erinnert, die anschließend nach Triest gebracht wurden, um dort als Galeerensklaven verkauft zu werden. Unter ihnen war der hutterische Chronist Kaspar Braitmichel, dem die Flucht gelang. Im Burghof steht ein maßstabsgetreu nachgebauter Rumpf einer historischen Galeere.
Die Anlage ist gut zu Fuß erreichbar und bietet Informationstafeln, um die Geschichte selbstständig zu erkunden. Es ist hilfreich, festes Schuhwerk zu tragen, da der Gelände uneben ist und Treppen zu den höheren Bereichen führen.
Die Burganlage nutzt natürlich entstandene Höhlen als Teil ihrer Struktur, ein ungewöhnliches Merkmal, das zeigt, wie Baumeister die Landschaft selbst in ihre Designs einbezogen. Viele Besucher konzentrieren sich auf die Steinmauern und übersehen diese unterirdischen Räume völlig.
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