Brennerpass, Gebirgspass an der österreichisch-italienischen Grenze
Der Brennerpass ist ein Alpenübergang auf 1372 Metern Höhe, der die österreichische Region Tirol mit der italienischen Provinz Südtirol verbindet. Die vierspurige Autobahn verläuft durch ein breites Tal zwischen bewaldeten Hängen, begleitet von einer älteren Bundesstraße und einer Bahnlinie.
Die Römer bauten im ersten Jahrhundert nach Christus die Via Claudia Augusta durch diesen Übergang und schufen eine wichtige Verbindung zwischen Verona und dem heutigen Augsburg. Später entwickelte sich die Route zu einer der meistbefahrenen Handelsstraßen Europas im Mittelalter.
Der Übergang liegt genau an der Sprachgrenze zwischen deutschsprachigen und italienischsprachigen Alpenregionen, was sich in zweisprachigen Ortsschildern und in der Mischung aus Tiroler Bauernhöfen und italienischen Gasthäusern zeigt. Auf beiden Seiten prägen alpine Traditionen wie Almwirtschaft und Transithandel die Lebensweise der Bewohner seit Jahrhunderten.
Der Übergang bleibt das ganze Jahr über geöffnet, wobei die Autobahn regelmäßig geräumt und gepflegt wird, auch im Winter bei Schneefall. Auf beiden Seiten gibt es Parkplätze und Raststätten, wo Reisende eine Pause einlegen können, bevor sie die Grenze überqueren.
Unter dem bestehenden Übergang entsteht der Brennerbasistunnel, der mit 55 Kilometern Länge zur zweitlängsten Eisenbahnröhre der Welt werden soll. Die Bauarbeiten begannen im Jahr 2006 und sollen die Fahrtzeit zwischen Innsbruck und Bozen auf unter eine Stunde verkürzen.
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