Anschlussdenkmal, Denkmal in Oberschützen, Österreich
Das Anschlussdenkmal ist eine bauliche Struktur mit acht Säulen, die einen Hof bilden, und steht auf einem Hügel südlich von Oberschützen. Die Anlage verfügt über Feuerschalen und wurde in einer Größe von etwa acht Metern Höhe und zwölf Metern Breite errichtet.
Das Denkmal wurde 1938/39 errichtet und sollte den „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich verherrlichen. Nach 1945 wurden Inschrift, Feuerschalen und der vergoldete Adler entfernt. 1997 deutete die Gemeinde Oberschützen den Bau in ein „Mahnmal gegen Gewalt und Rassismus“ um und brachte eine Tafel an.
Der Name Anschlussdenkmal setzte sich erst nach 1945 durch; in der NS-Zeit war von Grenzlandmal, Ehrenmal oder Weihestätte die Rede. 1997 brachte die Gemeinde eine Tafel an, die den Bau als Mahnmal gegen Diktatur, Gewalt und Rassismus sowie für Demokratie, Frieden und Menschenrechte deutet.
Das Denkmal steht auf einer Anhöhe südlich von Oberschützen, das Gelände ist geneigt. Der Zugang erfolgt zu Fuß vom Ort aus; festes Schuhwerk ist sinnvoll, da der Boden am Areal uneben ist. Die Stätte ist ganzjährig offen und ohne Führung zugänglich.
Lange blieb das Areal informellen Nutzungen überlassen: Die Quellen nennen Lagerfeuer, Sonnwendfeuer und Akt-Fotoshootings, bevor die Gemeinde das Bauwerk 1997 neu deutete. Eine damals angebrachte Tafel trägt den Wortlaut, der es zum Mahnmal gegen Diktatur, Gewalt und Rassismus erklärt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.999 Mitwirkenden weltweit.