Hochobir, Berggipfel in Kärnten, Österreich
Der Hochobir ist ein Gipfel in Kärnten, der sich im Karawankengebirge an der Grenze zu Slowenien erhebt und von mehreren Seiten bestiegen werden kann. Er ist der höchste Punkt der österreichischen Karawanken und überragt die umliegenden Kämme deutlich sichtbar.
Im späten 19. Jahrhundert wurde auf dem Gipfel eine Wetterwarte errichtet, die zu den frühesten Bergwetterstationen Österreichs zählte. Das Gebäude wurde während des Zweiten Weltkriegs von deutschen Truppen genutzt und verfiel danach, sodass heute nur noch Ruinen erhalten sind.
Der Hochobir liegt direkt an der Grenze zu Slowenien, und diese Lage ist beim Aufstieg spürbar: Die Beschilderung wechselt die Sprache, und die Aussicht reicht tief ins slowenische Bergland hinein. Auf dem Gipfel treffen Wanderer aus beiden Ländern aufeinander, was dem Ort einen grenzüberschreitenden Charakter gibt.
Eine Mautstraße führt zur Eisenkappler Hütte, wo man das Auto abstellen kann, bevor der markierte Wanderweg zum Gipfel beginnt. Der obere Teil des Weges ist steiler und erfordert trittsicheres Schuhwerk, besonders bei feuchtem Boden.
Unter dem Gipfel liegen die Überreste der Hann-Warte, die als erste alpine Wetterbeobachtungsstation Österreichs gilt und bereits Mitte des 19. Jahrhunderts Klimadaten erfasste. Rund um den Berg wurde außerdem jahrhundertelang Blei- und Zinkerz abgebaut, bevor der Bergbau vollständig eingestellt wurde.
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