Antonskirche, Kirchengebäude in Favoriten, Wien, Österreich
Die Antonskirche ist ein Kirchengebäude im Stil der Romanik des 19. Jahrhunderts, das sich durch gewölbte Bögen, dickwandiges Mauerwerk und dekorative Details auszeichnet. Das Bauwerk zeigt typische Merkmale der Romanik-Revival-Architektur, die während Wiens Expansionsphase entstanden ist.
Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Favoriten nur eine Kirche, die 1876 geweihte Pfarrkirche am Keplerplatz, die für rund 100.000 Katholiken zuständig war. Der Grundstein der Antonskirche wurde am 10. November 1896 in Anwesenheit Kaiser Franz Josephs gelegt, genau sechs Jahre später erfolgte die Kirchweihe. Die Pläne stammten von Architekt Franz von Neumann, die Ausführung übernahm Hofbaumeister Josef Schmalzhofer. Bombentreffer am 6. November und 11. Dezember 1944 zerstörten Kuppel, Orgelempore, Teile der Türme und des Längsschiffs sowie die Wandmalereien; der Wiederaufbau unter Anton Steflicek war 1961 abgeschlossen.
Die Kirche ist dem heiligen Antonius von Padua geweiht, dem Namenspatron von Erzbischof Anton Josef Gruscha, der diese Widmung wünschte. Im rechten Querschiff bewahrt der Antoniusaltar eine 6 cm lange Rippe des Heiligen, das größte Antoniusrelikt Wiens. Die Kapelle, in der werktags die Messe gelesen wird, überstand die Kriegsschäden und besitzt eine Kassettendecke mit vergoldeten Rosetten aus dem Jahr 1901.
Die Kirche ist leicht zugänglich und Besucher können an Gottesdiensten oder Besichtigungen teilnehmen, falls dies im Voraus geplant ist. Es ist ratsam, sich über aktuelle Öffnungszeiten zu informieren, da regelmäßige Veranstaltungen den Zugang beeinflussen können.
Das Gebäude hat den Status eines geschützten Denkmals erhalten, was bedeutet, dass seine ursprüngliche Architektur aus dem 19. Jahrhundert offiziell bewahrt und geschützt wird. Dies macht es zu einem wichtigen Zeugnis der Romanik-Revival-Bewegung in Wiens Ausbauphasen.
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