Legionslager Lauriacu, Antike römische Militärsiedlung in Enns, Österreich.
Lauriacum diente als bedeutende römische Legionsfestung und Zivilsiedlung entlang der Donaugrenze in der Provinz Noricum und beherbergte etwa 6.000 Soldaten der legio II Italica mit umfangreichen Befestigungen, öffentlichen Gebäuden und Wohngebieten.
Um 200 n. Chr. gegründet, als die legio II Italica ein Legionslager von etwa 539 mal 398 Metern errichtete, blieb Lauriacum bis ins fünfte Jahrhundert kontinuierlich von römischen Truppen besetzt und diente in den letzten Jahrzehnten der Siedlung als Bischofssitz für das nördliche Noricum.
Die Siedlung wurde 212 n. Chr. zum Municipium und entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum für Militärverwaltung und christlichen Gottesdienst, wobei archäologische Befunde frühe Kirchenbauten aus dem vierten und fünften Jahrhundert zeigen, einschließlich erhaltener Reste unter der Basilika St. Laurentius.
Die archäologische Stätte befindet sich entlang der Lorcher Straße und Westbahnstraße in Enns, mit umfangreichen Artefakten und Grabungsfunden im Lauriacum Museum, das 1988 den Österreichischen Museumspreis erhielt und Bildungsprogramme, Führungen sowie rollstuhlgerechte Einrichtungen für alle Besucher bietet.
Lauriacum ist das einzige Legionslager, das jemals in der römischen Provinz Noricum errichtet wurde, und zeigt den vollständigen Grundriss militärischer Befestigungen, einschließlich vier Tortürmen, 24 Mauertürmen, Kasernen, Lazaretteinrichtungen und einem Forum, das als kommerzielles Zentrum der Grenzgemeinde diente.
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