Schallaburg, Renaissanceschloss in Schollach, Österreich.
Die Schallaburg in Schollach in Niederösterreich verbindet einen romanischen Wohnbau und eine gotische Kapelle mit Formen der italienischen Renaissance. Der zweigeschoßige Arkadenhof besitzt auskragende Stiegen, und an den Wänden sitzen Terrakottamosaike mit mythologischen Figuren, Göttern, Masken, Menschen und Tieren, darunter das Hundefräulein, eine Gestalt mit Frauenkörper und Hundekopf.
Das Schloss entstand als Festung Schala, erstmals 1242 erwähnt und später unter der Familie Losenstein grundlegend umgestaltet. Die großen Umbauten zwischen 1456 und 1614 prägten es zur Renaissance-Form, die Besucher heute sehen.
Seit 1974 dient das Schloss als Ausstellungszentrum des Landes Niederösterreich, eröffnet mit einer Schau zur Renaissance. Jährlich wird eine neue Themenausstellung gezeigt, etwa 2011 zu Venedig, 2012 zu Byzanz, 2014 zum Ersten Weltkrieg und 2015 zu den Wikingern.
Die Schallaburg liegt rund 5 km südlich von Melk im Mostviertel, in der Ortschaft Schallaburg der Gemeinde Schollach. Die Anlage steht auf einem Geländesporn auf 310 m Seehöhe, weshalb Zugang und Arkadenhof Steigungen und Stiegen aufweisen. Das Museum wurde 1974 nach dem Umbau durch den Architekten Wilhelm Zotti eröffnet; jedes Jahr wird eine neue Ausstellung gezeigt, daher lohnt ein Blick auf das aktuelle Thema vor dem Rundgang.
Zwei große Drachenskulpturen am Eingang dienen Kindern als Rutschen und verbinden spielerisch Geschichte mit Vergnügen. Die umliegenden Obstgärten mit alten Apfelsorten aus der Renaissance prägen das ländliche Umfeld des Ortes.
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