Burgruine Landsee, Mittelalterliche Burgruine in Markt Sankt Martin, Österreich
Die Burgruine Landsee liegt auf einem Felssporn auf 537 Metern Seehöhe in Markt Sankt Martin im Burgenland und misst rund 300 × 200 Meter. Vier Befestigungsringe, der erste durch zwei Gräben getrennt, führen über sechs Tore zum Zentralgebäude; die Mauern des Wohnturms sind bis zu zehn Meter dick. Höchstes Bauteil ist ein zylindrischer Steinturm mit ebener, bewachsener Plattform.
Die Burg wird 1173 erstmals mit Erchenger von Landesehre erwähnt, und bereits 1222 gehörte sie zu Ungarn. Herzog Albrecht von Österreich eroberte sie 1289 während der Güssinger Fehde. 1612 kam sie an Nikolaus Esterházy; Brände 1707 und 1790 führten zur Aufgabe, ab 1802 diente sie als Steinbruch. Seit 1968 wird sie gesichert und ist öffentlich zugänglich.
Der Name Landsee hat nichts mit einem See zu tun: Er leitet sich vom ungarischen Lánzsér ab, das auf das alte deutsche Landeshere zurückgeht, und Lánzsér wird auch mit „Lanzenträger“ übersetzt. Die erste Kapelle der Burg lag in einem der an den Donjon angebauten Türme; eine neue Treppenanlage führt von dort in den ehemaligen Dachbereich des Donjon, wo ein allein stehender gemauerter Bogen erhalten ist.
Das Gelände ist während der wärmeren Monate leicht zugänglich und bietet sich besonders für Spaziergänge und Erkundungen an. Es ist hilfreich, festes Schuhwerk mitzubringen, da der Boden uneben sein kann und Treppen durch die Ruinen führen.
Der Name der Burg hat nichts mit einem See zu tun: Er leitet sich vom ungarischen „Lánzsér“ ab, das auf das ursprünglich deutsche „Landeshere“ zurückgeht und auch mit „Lanzenträger“ übersetzt wird. Das Wort „hehr“ bezeichnet die Anlage als einst hoch angesehene Burg, ähnlich der Namensbildung bei Landskron.
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