Salzkammergut, Kulturregion in Oberösterreich, Österreich
Das Salzkammergut ist eine Kulturlandschaft im österreichischen Alpenvorland, die sich über 58 Gemeinden zwischen dem Land Salzburg und dem Dachsteingebirge erstreckt und für ihre zahlreichen Seen und Kalksteinformationen bekannt ist. Berge, Wälder und Ortschaften wechseln sich ab und bilden eine abwechslungsreiche Landschaft mit tiefen Tälern und sanften Hügeln.
Der Salzabbau begann hier bereits in keltischer Zeit und prägte über Jahrhunderte die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Zwischen 1745 und 1850 verwaltete das Kaiserliche Salzoberamt in Gmunden den Betrieb der Salinen und sicherte damit die Einnahmen der Habsburger Monarchie.
Der Name stammt vom jahrhundertelangen Salzabbau, der der Gegend ihren Reichtum brachte und noch heute in Museen und Besucherstollen erlebbar ist. Viele Orte zeigen weiß getünchte Häuser mit bunten Fensterläden und geschnitzte Holzbalkone, die auf die alpine Bautradition verweisen.
Ein ausgedehntes Wegenetz mit mehr als 40 Wanderrouten durchzieht die gesamte Region und bietet Verbindungen zwischen den verschiedenen Seen und Bergpässen. Viele Wege sind gut ausgeschildert und im Sommer leicht begehbar, während im Winter einige Strecken geschlossen oder nur mit entsprechender Ausrüstung nutzbar sind.
Im Zweiten Weltkrieg dienten die Stollen der Salzmine Altaussee als Depot für Kunstwerke aus ganz Europa, die hier vor Zerstörung geschützt werden sollten. Heute zeigen multimediale Ausstellungen in den Tunneln die Geschichte dieser ungewöhnlichen Nutzung und die dramatischen Bemühungen zur Rettung der Objekte.
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