Patscherkofel, Berggipfel in Tirol, Österreich.
Der Patscherkofel ist ein 2246 m hoher Gipfel der Tuxer Alpen, sieben Kilometer südlich von Innsbruck in Tirol. Seine runde, unbewaldete Kuppe liegt über der Waldgrenze und trägt eine Wetterstation sowie den Sender Patscherkofel. Der Nordhang fällt sanft ab, während die Südseite steil zum Viggartal hinunterreicht.
Das Skigebiet erlangte weltweite Bekanntheit durch die Olympischen Winterspiele von 1964 und 1976, wo Athleten Abfahrtsrennen austrugen. Diese Spiele prägten die Infrastruktur und machten die Region zu einem bekannten Wintersportort.
Der Zirbenweg führt von der Bergstation der Patscherkofelbahn nach Osten durch einen der größten und ältesten Zirbenbestände Europas. Direkt neben der Bergstation steht das 1887 erbaute Patscherkofelhaus des Österreichischen Alpenvereins, und die Gipfelstube nahe dem Gipfel geht auf eine schon vor dem Zweiten Weltkrieg bestehende Hütte zurück.
Eine moderne Seilbahn verbindet das Tal mit dem Gipfel und fährt ganzjährig, mit direkter Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel von Innsbruck. Wanderer sollten früh starten, da die oberen Höhen schnell windig werden können und die Aussicht morgens oft klarer ist.
Die waldfreie, strömungsgünstig geformte Kuppe trägt eine der windigsten Wetterstationen Österreichs: 198 km/h wurden am 6./7. November 1997 und 197 km/h am 20. Oktober 2023 gemessen, die Werte der Station auf 2252 m werden online veröffentlicht. Die Kuppe des Grünbichls nördlich des Gipfels ist ein abgesacktes Stück des Patscherkofels selbst.
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