Burgruine Kollmitz, Mittelalterliche Burgruine und Museum in Raabs an der Thaya, Österreich.
Die Burgruine Kollmitz ist eine Spornburgruine auf einem steil abfallenden Felssporn über einer Schleife der Thaya östlich von Raabs an der Thaya. Erhalten sind zwei runde Ecktürme, ein halbkreisförmiger Torturm mit Spitzbogentor, der Bergfried, der Hungerturm und Reste eines zweigeschoßigen Wohngebäudes.
Die Burg Kollmitz wurde im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt; eine dendrochronologische Untersuchung datiert den Bergfried auf 1319. Im 14. Jahrhundert befand sich dort ein Landgericht. Ab 1411 war sie im Besitz der Hofkirchen, bis Wolfgang von Hofkirchen 1611 im Prager Exil starb. Nach mehreren Besitzerwechseln gelangte sie 1708 an Franz Anton von Quarient und Raal, der sie verfallen ließ.
Rund 300 Jahre lang war Kollmitz eng mit Drösiedl verbunden, das ab 1570 zu einer Renaissanceburg umgebaut wurde; Kollmitz wäre möglicherweise sogar verlassen worden, wenn nach der Vertreibung Hofkirchens nicht andere Besitzer dort gewohnt hätten. Seit 1974 kümmert sich der „Verein zur Erhaltung der Burgruine Kollmitz“, gegründet vom Komponisten und Heimatforscher Herbert Loskott, um die Anlage; im Sommer wird auf der Ruine eine Jausenstation betrieben.
Die Ruine liegt auf einem steil abfallenden Felssporn über einer Schleife der Thaya; die Talstraße entlang des Flusses bietet eine gute Sicht auf die gesamte Anlage. Im Sommer wird auf der Ruine eine Jausenstation betrieben. Um die Anlage kümmert sich der 1974 gegründete Verein zur Erhaltung der Burgruine Kollmitz.
Die Burg hatte eine Vorgängerin auf der anderen Talseite westlich von Kollmitzgraben, deren Standort kaum mehr zu erkennen ist. Diese vermutlich Hauenstein genannte Burg war nur etwa 150 Jahre bewohnt, bevor 400 Meter östlich das neue Kollmitz entstand. Alle Nennungen von Chalmunze vor 1250 beziehen sich auf den Kollmitzberg bei Amstetten, nicht auf diese Burg.
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